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Tetraeder Bottrop – Aussicht über das Revier, ohne einen Cent

Oben auf einem Berg aus Bergbauschutt steht ein Gebilde aus Stahlrohren. Es sieht aus wie ein Zelt, das jemand aus Dreiecken gebaut hat. Du steigst über schwebende Treppen hinauf, der Wind zieht durch, und dann liegt das halbe Ruhrgebiet vor dir. Eintritt: keiner.

Tetraeder auf der Halde Beckstrasse in Bottrop
Der Tetraeder steht auf der Halde Beckstraße in Bottrop. Foto: Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Was dich dort erwartet

Der Tetraeder ist eine begehbare Skulptur aus Stahl. Sie steht auf der Halde Beckstraße, einem aufgeschütteten Berg aus der Zeit des Bergbaus. Innen führen Treppen zu mehreren Plattformen hinauf.

  • Frei zugänglich, rund um die Uhr
  • Kein Eintritt
  • Mehrere Aussichtsplattformen
  • Blick weit über das Ruhrgebiet
  • Aufstieg über die Halde als kleine Wanderung
  • Nachts beleuchtet

Der Aufstieg gehört dazu

Bevor du den Tetraeder erreichst, musst du erst auf die Halde. Der Weg schlängelt sich nach oben und ist gut zu gehen, aber er zieht sich. Nimm etwas zu trinken mit. Oben angekommen, wartet die eigentliche Belohnung: die Treppen im Tetraeder selbst.

Diese Treppen schwingen leicht, wenn mehrere Leute gleichzeitig steigen. Das ist so gebaut und nicht gefährlich – für Menschen mit Höhenangst ist es trotzdem nichts.

Stahlgeruest des Tetraeders in Bottrop
Die Treppen im Stahlgerüst führen zu mehreren Plattformen. Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der beste Zeitpunkt ist der Sonnenuntergang

Weil der Tetraeder frei zugänglich ist, kannst du kommen, wann du willst. Am schönsten ist es kurz vor Sonnenuntergang. Das Licht wird warm, die Schornsteine am Horizont werden zu Silhouetten, und die Lichter der Städte gehen nacheinander an.

Blick vom Tetraeder in Bottrop ueber das Ruhrgebiet
Von oben reicht der Blick weit über das Revier. Foto: Maschinenjunge, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Für wen sich der Besuch lohnt

  • Wenn du sparen willst

    Kein Eintritt, keine Öffnungszeiten. Günstiger geht ein Ausflug nicht.

  • Für einen kurzen Abend

    Hinfahren, hochsteigen, schauen, zurück. Zwei Stunden reichen.

  • Wenn du fotografierst

    Die Kombination aus Stahl und Weitblick ist selten. Bei Dämmerung besonders.

  • Wenn du das Revier verstehen willst

    Von oben siehst du auf einen Blick, wie diese Region gebaut ist.

  • Als Ergänzung

    Passt gut hinter einen Besuch im Gasometer oder Landschaftspark.

  • Wenn du dich bewegen willst

    Der Aufstieg über die Halde ist eine kleine, ehrliche Wanderung.

So kommst du von der Wohnung hin

Von der Ahornstraße 25 in Essen-Stadtwald sind es rund 16 Kilometer nach Norden. Mit dem Auto brauchst du etwa 25 Minuten. Am Fuß der Halde gibt es Parkmöglichkeiten.

Ohne Auto wird es aufwendiger. Du fährst ab dem Bahnhof Essen-Stadtwald mit der S6 zum Essener Hauptbahnhof und weiter Richtung Bottrop. Für einen Besuch bei Dämmerung solltest du die Rückfahrt vorher prüfen.

Wann ist es voll

Zeitpunkt Wie es dort ist
Werktags tagsüber Fast leer. Du hast die Plattformen für dich.
Schöner Sonntagnachmittag Deutlich mehr los, aber nie richtig eng.
Sonnenuntergang Beliebt. Ein paar Fotografen sind fast immer da.
Bei Frost und Glätte Der Tetraeder wird gesperrt. Die Metallstufen wären zu rutschig.
Bei Sturm Ebenfalls gesperrt. Prüfe das Wetter vorher.

Der Tipp für einen Regentag

Ehrlich gesagt: Bei Regen lohnt sich der Tetraeder nicht. Der Reiz liegt in der Aussicht, und die fällt bei tiefen Wolken aus. Verschieb ihn auf einen klaren Abend. Wenn du an einem Regentag trotzdem in die Richtung willst, fahr weiter zum Gasometer nach Oberhausen – dort bist du im Trockenen.

Häufige Fragen

Kostet der Tetraeder Eintritt?

Nein. Die Halde und der Tetraeder sind frei zugänglich. Du kannst zu jeder Tages- und Nachtzeit hin.

Ist der Tetraeder immer offen?

Grundsätzlich ja. Bei Frostgefahr wird er gesperrt, weil die Metallstufen dann gefährlich werden. Auch bei Sturm oder Schäden kann er kurzfristig zu sein.

Wie lange dauert der Aufstieg?

Vom Parkplatz auf die Halde brauchst du je nach Tempo eine gute Viertelstunde bis halbe Stunde. Der Tetraeder selbst geht dann schnell.

Ist das etwas für Kinder?

Ältere Kinder finden es großartig. Die Treppen schwingen leicht, das gefällt nicht jedem. Kleine Kinder solltest du an der Hand behalten.

Geht das mit Kinderwagen?

Der Weg auf die Halde ist mit Kinderwagen machbar, aber anstrengend. In den Tetraeder selbst kommst du damit nicht hinauf.

Lohnt sich der Besuch nachts?

Ja. Der Tetraeder ist beleuchtet, und die Lichter im Revier sind von oben ein eigenes Bild. Nimm eine Taschenlampe für den Weg mit.

So wohnst du dabei

Wer erst am Abend losfährt, kommt spät zurück. Self-Check-in und eine eigene Küche machen den Unterschied: Du musst dich an keine Rezeption und an keine Küchenzeiten halten.

Wer länger bleibt, sieht mehr

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Abende frei einteilen

Sonnenuntergang auf der Halde, danach in die eigene Küche. Sichere dir deinen Zeitraum.

Verfügbarkeit prüfen

Kurz gesagt

Der Tetraeder ist der Ausflug für einen klaren Abend. Er kostet nichts, er ist immer offen, und von oben verstehst du das Ruhrgebiet besser als aus jedem Museum. Nur bei Frost, Sturm und Regen lässt du es lieber.

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